Dass es richtig war, seit Jahren in eine gute medizinische Versorgung in ganz Niedersachsen zu investieren, wird durch die Corona-Pandemie besonders deutlich. Seit 2013 investieren wir in die Sanierung der Krankenhäuser. Die beiden Universitätsklinken in Hannover und Göttingen erhalten mehr als eine Milliarde Euro für Sanierungen und Neubauten. Das Land hat dafür eigens ein Sondervermögen eingerichtet. Außerdem wird eine Milliarde Euro in die Krankenhäuser in der Fläche investiert. Denn in einem großen Land wie Niedersachsen ist es wichtig, dass es überall eine gute medizinische Versorgung gibt. Um den Ärztemangel im ländlichen Raum zu bekämpfen, haben wir mit Kommunen, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie weiteren Akteuren im Frühjahr 2020 begonnen, erste sogenannte regionale Versorgungszentren aufzubauen. Bewähren sich die Modelle, soll das Angebot landesweit ausgebaut werden. Außerdem will die SPD eine Hausarzt- bzw. Hausärztinnenquote einführen. Zusätzliche Medizinstudienplätze werden dann an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach ihrem Abschluss als Allgemeinmediziner in unterversorgten ländlichen Regionen tätig zu sein.

Unserer Gesundheitsministerin Carola Reimann ist es 2019 gelungen, mit der „Konzentrierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) mit Akteuren in der Pflege einen Zeit- und Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der konkrete Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte anstrebt. Dabei geht es z. B. um tarifliche Bezahlung, mehr Gesundheitsschutz und die Entwicklung von innovativen Versorgungsansätzen. Das zahlt sich jetzt in der Corona-Krise aus. Das Land prüft eine Aufstockung der vom Bund geplanten Prämie für Pflegekräfte von 1.000 auf 1.500 Euro.

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