Windenergie ist unser Rohstoff. Deswegen haben wir in die erneuerbaren Energien investiert und Niedersachsen zum Windenergieland Nummer 1 in Deutschland gemacht. Zuletzt konnte Niedersachsen rechnerisch 60 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Aber: Auch in Niedersachsen ist der Ausbau der Windenergie ins Stocken geraten. Mit einem „Runden Tisch zur Zukunft der Windenergie in Niedersachsen“ wurde deswegen eine Vereinbarung getroffen, die Flächenverfügbarkeit für Windenergieanlagen zu erhöhen, das Repowering zu vereinfachen und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen sowie die Akzeptanz für Windkraftanlagen zu erhöhen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am tatsächlichen Bruttostromverbrauch soll so bis 2030 von 40 auf 65 Prozent steigen.

Deswegen hat Deutschland auf Drängen der EU die Düngeverordnung geändert. Bei der Diskussion um die Änderung hat sich Niedersachsen intensiv eingebracht. Die Nitratbelastung im Grundwasser soll kontrolliert und ggf. Maßnahmen einleitet werden, die das Oberflächen- und Grundwasser sichern.

Gemeinsam mit Naturschutzverbänden haben Umwelt- und Landwirtschaftsministerium ein Maßnahmenpaket entwickelt, um Natur, Arten und Gewässer zu schützen - ein bundesweit einmaliger Plan, der die unterschiedlichen Interessen miteinander verbindet und vor kurzem (25.05.2020) unterzeichnet wurde. Niedersachsen ist Vorreiter – auch im Klima- und Umweltschutz.

Unser Umweltminister Olaf Lies hat einen Entwurf für ein Klimagesetz vorgelegt, das derzeit im Landtag beraten wird. Ganz wichtig ist uns: Wir wollen, dass Klimaschutz als Staatsziel in unsere Landesverfassung aufgenommen wird. Wir brauchen konkrete Ziele, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren, Kohlestoffspeicher aufzubauen. Um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen, investiert das Land 27 Millionen Euro in den Hochwasser- und über 60 Millionen Euro in den Küstenschutz. Außerdem haben wir 100 Millionen Euro der VW-Milliarde für Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft investiert.

Niedersachsen möchte Vorreiter im Bereich der E-Mobilität werden. Deshalb soll die Ladeinfrastruktur verbessert werden. Dafür streben wir ein flächendeckendes Netz mit Schnellladeinfrastruktur mit mindestens 100 KW an, wofür wir bis zu zwei Millionen Euro im Haushalt von 2020 bis 2023 zur Verfügung stellen.

Mehr anzeigen
wird geladen